Nun werden auch Große zu Clowns und Artisten
Circus Balloni zieht im neuen Jahr mit Erwachsenen die große Nummer ab.
Begabung und Kenntnisse sind nicht nötig: „Nur Spaß sollte man mitbringen!"

Jürgen Klug beherrscht das Spiel mit dem Feuer. Er hat keine Angst, sich die Finger zu verbrennen, tränkt die Fackel mit Benzin, lässt die Flamme flackern. Und wie der junge Mann begeistern sich viele brennend für die Fakirkünste. Das jedenfalls meint Elke Schmücker vom Zirkuszentrum „Balloni" am Doyenweg.
Manege frei - nun auch für Erwachsene. Der Circus Balloni will auch mit älteren Semestern proben.
80 Kinder üben sich hier im Jonglieren oder Balancieren, nun bekommen auch Erwach- sene und Jugendliche die Chance, zu Stars in der Manege zu werden.
Dass so manche Soester - auch wenn sie längst den Kinderschuhen entwachsen sind - aufs Einrad abfahren, weiß Trainerin Elke Schmücker aus Erfahrung und vielen Anfragen. 
Im Januar nun sind alle, die sich von Menschen, Tieren, Sensationen wie magisch angezogen fühlen, eingeladen, als angehende Artisten Manegenluft zu schnuppern. 
Eine gute Gelegenheit, sich (am Trapez) durchhängen zu lassen, einen Drahtseil-Akt zu wagen - über kurz oder lang „die große Nummer abzuziehen.
Sind besondere Begabungen oder Kenntnisse erforderlich? „Nein", versichert Elke Schmücker am Montagabend, „nur Spaß und Interesse sollte man mitbringen." Denn das sei das Bezaubernde am Zirkus: „Für jeden ist etwas dabei."
Hereinspaziert also! Das Programm reicht von A wie Akrobatik bis Z wie Zauberei. Menschenpyramiden entstehen, und Laufkugeln kommen in Schwung, Mutige laufen auf nackten Sohlen über Scherbenhaufen.
Hier ist auch der Platz, sich nach Herzenslust Illusionen hinzugeben. Trainer Jürgen Klug zum Beispiel lässt sich von der Zauberei fesseln und geht mit allerlei magischen Tricks auf Tuchfühlung: Im Nu wird aus einem roten ein blaues Stück Tüll. 
Am 17. Januar also ist Schnuppertag am Doyenweg - und da besteht Gelegenheit, ganz neue Talente an sich zu entdecken, in eine andere Rolle zu schlüpfen, Zirkus und Schau zu machen, getreu dem Motto „The show must go an".
Nachwuchs-Artisten, die mit dabei sein möchten, sind aber auch jeden Montagabend am Doyenweg gern gesehen, denn dann treffen sich die Trainer, um gemeinsam auf Stelzen zu laufen, Bälle hüpfen und Keulen wirbeln zulassen. 
Soester Anzeiger 03.12.2003 - (köp) - Foto: Gottschalk