Nachts,
wenn die Gespenster tanzen
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Kinderzirkus öffnete
am Wochenende gleich viermal den Märchenschrank
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| Es roch nach Popcorn, die
Musik spielte. „Hereinspaziert!" Um Mitternacht werden die Gespenster wach.
Dann wird's gruselig auf dem Dachboden. Doch wer den Soester Kinderzirkus
kennt, weiß, dass selbst die Geister die Puppen tanzen lassen. |
Der Kinderzirkus „Balloni" führte ins Märchenland, und die „Froschkönige"
balancierten auf den Bällen. |
In der Manege am Doyenweg
wurde es stockduster, als dunkle Gestalten beim Schwarzlicht-Theater Bewegung
in die Menge brachten. Achtzig Kids öffneten am Wochenende statt des
Vorhangs gleich viermal die Türen ihres „Märchenschranks".
Darin steckten lauter fabelhafte
Wesen in ihren bunten Kostümen.
Der Froschkönig stieg
auf riesige Bälle, die Prinzessin ließ goldene Kugeln hüpfen,
Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer, ließen die Wilde 13
stehen und wagten sich mit Frau Malzahn aufs Rad. Hexen schwangen sich
einmal nicht auf ihren Besen, sondern schwebten mit dem Trapez durch die
Luft.
„Es war einmal ein Kinderzirkus,
und der hat ein ganzes Jahr geübt", hieß Zirkus-Direktor David
Selle am Samstagnachmittag das Premiere-Publikum willkommen. Zweieinhalb
Stunden lang dauerte die Reise durch das Land der Phantasie - und auch
der Magie. Die Kinder verblüfften mit tollen Tricks, jonglierten und
balancierten, ließen das Diabolo flitzen.
Mütter, Väter,
Omas und Opas spornten die Artisten mit glänzenden Augen und mit viel
Applaus an. Sie lachten und staunten und ließen sich auch gern die
Nerven kitzeln. |
| Soester
Anzeiger - 11. April 2005 - Köp. - Foto: Niggemeier |
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