Traumhaftes unter der Circuskuppel
Knapp 1000 sehen Festival auf Petrikirchhof
Auf der einen Seite die Profis: Die Casselly- |
... während auf der anderen Seite der Balloni- |
Kleine Hexen fliegen
auf ihren Besen durch die Luft, tierische Protagonisten verirren sich ins
Publikum, um gestreichelt zu werden, ein Gemälde wird plötzlich
lebendig:
Beim Soester Circusfestival
ist Circus anders als anderswo.
Keine
simpel aneinander gereihten Nummern, stattdessen liebevoll erzählte
Geschichten unter der Circuskuppel.Den roten Faden hält
„Herr Fröhlich" fest im Griff. Der Musik-Comedian verrät auch,
wenngleich ein wenig platt, worauf die Vorstellung basiert:
„Man muss aus nix watt machen.
Aus nix, das dann größer und größer, besser und besser
wird.
Bereits zum 5. Mal hat das
Circuszentrum Balloni das Festival mit Profi- und Nach- wuchsartisten veranstaltet.Mit einfachen
Mitteln arbeiten
die jungen Balloni-Akteure. Zum Beispiel mit Seilchen. Sie zeigen, wie
man so atemberaubend koordiniert Seilchen springen kann, dass die Zuschauer
vor Staunen fast den Applaus vergessen.
Die Trapeznummer ist keine
reine Vor- führung von Artistik und Waghalsigkeit.Die Ballonis haben das Trapez
mit Reisig- zweigen in einen Hexenbesen verwandelt. Der Flug zum Blocksberg
kann beginnen.
Fantastisch auch die jungen Jongleure.Sie springen aus dem Rahmen,
der sie eigentlich als Gemälde festhält, werden lebendig - und
wie.Geschickt lassen sie die
bunten Kugeln kreisen und ernten verdienten Beifall.Riesenstimmung, die auch
ein Wermutstropfen nicht dämpfen kann.Bei den vergangenen Festivals
kamen regelmäßig 1100 Besucher.
„Dieses Mal sind es zwischen
900 und 1000 gewesen", sagt David Selle vom Circuszentrum.Die Differenz hat gefehlt,
um das Geld einzuspielen, das die Veranstalter ausgegeben haben. Dass weniger
gekommen sind als sonst, liege an der unglücklichen Terminplanung
des Stadtmarketing, so Selle.
Erst vor gut einer Woche
hatte der Circus Probst sein Zelt auf dem Plange-Platz aufgebaut.Gespräche mit Stadt
und Stadtmarketing sollen eine solche Kollision in Zukunft vermeiden.
Fingerfertig: Die Jongleure heimsten nach |
Protagonisten im Publikum: Während
die Nachwuchs-Artisten auf |
Westfalenpost - 26. September 2005 - (bhe) - Fotos: Birgit Helmers