Artisten zwischen zwei Kirchtürmen

Beim Festival der „Ballonis" stehen Profi- und Nachwuchsartisten gemeinsam in der Manege Kinder am Trapez und auf dem Trampolin - Mr. Wow lässt die Diabolos flitzen und springen


Die Kinder schwingen am Trapez durch die Luft und sie springen auf dem Trampolin immer höher. Noch laufen die Proben, doch in wenigen Wochen heißt es wieder „Manege frei" und „Vorhang auf" für das „Soester Circus-Festival". Im Zelt unter den Kirchtürmen von Patrokli und Petri bestimmen Artisten und Akrobaten das schillernde Bild. Musik liegt in der Luft, kleine Künstler balancieren und jonglieren, Menschen lachen, klatschen, sitzen mit strahlenden Augen im Publikum und lassen sich vom Zauber des bunten Spiels fesseln. Hundert Jungen und Mädchen zeigen in vier Vorstellungen, was sie im „Circuszentrum Ballon" mit viel Begeisterung einstudiert haben. Die Mini-Gruppe - Kids von fünf bis sieben - steht erstmals im Rund. Um die Spannung zu erhalten, möchte Elke Schmücker von den „Ballonis" noch nicht zu viel verraten. Nur dies: „Die Jüngsten präsentieren Akrobatik mit Gesang." Einige der ältesten in der Truppe feiern schon „Jubiläum", denn sie unterhalten ihr Publikum, seit es das „Circuszentrum" gibt. Das Programm wartet mit dem bekannten Mix auf. Alles ist dabei, ob FakirNummer, Drahtseil-Akt oder Clownerie.

Die Dienstagsgruppe bereitete gestern das Festival-Programm vor.
Elke Schmücker:
„Unter dem Motto Das hat Soest noch nicht gesehen' ist es den Ballonis wieder gelungen, Profiartisten zu engagieren, die sonst eher auf den internationalen Variete-Bühnen zu Hause sind."
So lässt „Mr. Wow"- Gewinner des Dresdner Variet- & und Zirkusfestivals 2004 - in coolen Klamotten sowie abgefahrenen Hip-Hop-Rhythmen die Diabolos flitzen und hüpfen.Das Duo „Green Gift" führt durchs Programm. Die Markenzeichen der beiden sind ausgefeilte Choreographien mit ungewöhnlichen Requisiten zu speziell komponierter Musik. „Liaison Celeste" möchte die Fantasie der Zuschauer beflügeln und sie mit in eine Traumwelt nehmen. Die Trapez-Künstlerinnen arbeiteten schon als Kinder zusammen. Die beiden fanden im Kinderzirkus von Otti Haupt zueinander und begannen gemeinsam zu trainieren. Sonntags feiert Zirkus-Pfarrer Bernd-Heiner Röger mit den Kindern wieder den Gottesdienst im Zelt. Die Band der Seelsorger wird sicherlich wieder den richtigen Ton finden.

Soester Anzeiger - 15.08.2007 - Foto: Dahm