Traumhafte Nachwuchsartisten

Circuszentrum Balloni trifft mit dem neuen Programm den Nerv des Publikums


Die Fakirnummer mit einer brennenden Fackel ist im neuen Zirkusprogramm in eine Dschungelgeschichte eingebettet

Auch musikalisch hatte die Premiere von "Balloni träumt...!" einiges zu bieten

(thb) Wer kennt sie nicht die Zirkusnummer, in der ein Zauberer eine hübsche junge Frau in mehrer Teile zersägt und sie anschließend doch wieder unversehrt aus der magischen Kiste holt? Das selbe Schicksaal droht Waschbären, wenn sue sich im Soester Circuszentrum nicht aufpassen. Das kleine Fellknäul aus Plüsch hat im neuen Programm des Kinder- und Jungendcircus Balloni allerdings Glück: Es wird durch einen kochlöffelschwingenden lebensgroßen Hasen gerettet, ehe die kleine Zauberin an der Säge ihr Werk vollenden kann.
Die liebevolle, phantasiereiche Nummer steht beispielhaft für das neue Programm des Circuszentrums. Vergangenen Samstag feierte "Balloni träumt..." Premiere, drei weitere Vorstellungen folgten am Wochenende. Viele Eltern und Zirkusfans schauten sich die neuen Nummer an.
Wie schon in den vergangenen Jahren sind die Zirkusnummern in eine kleine Rahmengeschichte eingebettet.
Zwei Kinder erleben einen Zirkustraum und werden des Nachts von einem Traummännchen mit seinen Traumblasen in die Traumwelt gebracht. Dort ist alles etwas anders als in der normalen Welt, und sie trämen von Seiltänzern, die über den Regenbogen gehen, Drachen am Trapez und riesigen Wesen auf Stelzen. Maskierte Diebe zeigen Kunststücke, untermal von der Melodie des Rosaroten Panthers. Und ein Forschertrio stößt im Dschungel zwar nicht auf wilde Tiere, dafür auf einen wilden Kannibalenstamm, der seine Besucher mit Nagelbrettern und Fackeln malträtiert.
Knapp zweieinhalb Stunden dauert die Vorstellung "Balloni träumt...!, dür die rund 90 Akteure monatelang geprobt haben und in der sich auch viel schauspielerisches Talent zeigen. Die Zuschauer spendeten ihnen begeisterten Applaus. Ob der Waschbär mitgeklatscht hat, ist nicht bekannt. Für ihn war die Vorstellung wohl eher ein Alptraum...

Ein lebensgroßer Hase rettete den kleinen Waschbären vor dem Zersägtwerden in einer
liebevollen Variante der bekannten Zauberer-Nummer mit der Jungfrau.

Westfalen Post- 21.04.2008 - Fotos Bottin