Traumhafte Stunden mit jungen Artisten von nebenan
Kinderzirkus verzauberte bei vier Aufführungen große und kleine Besucher
Hinder den Kulissen ber Abenteuerwelt wurde lange und hart gearbeitet
Nicht entgehen ließen sich am Samstag und Sonntag Hunderte von jungen und alten Zirkusbegeisterten die vier Aufführungen des Soestert Kinderzirkus am Doyenweg |
Dunkelheit durchdringt den Raum, Ppopcorn-Duft schmeichelt der Nase- knisterne Nervosität erfüllt die
gespannten Zuschauer.
Dann ist es endlich soweit:
Zwei Mädchen in weißen Nachtgewändern betreten die Bühne des Kinderzirkus Balloni. Sie albern herum, putzen sich die Zähne,
kämmen sich die Haare und legen sich schlafen. Dann tritt das Traummännchen auf die Bühne, es lässt Seifenblasen
steigen und entführt die Mädchen- natürlich mitsamt der Zuschauer- in einen zweistündigen Zirkustraum, der voller Attraktionen
und Abenteuer steckt.
Die staunenden Kinder treffen dabei schwebenden Drachen, tollkühne Diebe auf wackeligen Leitern, in einer spannenden
Abenteuer-Show erlebn sie hunrige Kannibalen, furchtlose Fakiren und feurige Fackeln auf nackter Haut. Eine wahrhaft traumhafte Performace.
Doch neben der eigentlichen Show gab es beim Kinderzirkus am Wochendende auch sonst viel Neues zu bestaunen. Zirkusleiterin
und Organisatorin Elke Schmücker: "Es gibt unseren Kindercircus seit sechs Jahren, doch dieses Wochenende präsentieren wir drei Neuheiten:
Zum erstenmal präsentierne wir bei "Balloni träumt" eine Rahmenhandlung mit einem Traummännchen, die die Zuschauer zum Träumen bringen soll.
Besonders stolz sind wir jedoch auf die nagelneue und große Bühne. Damit stehen uns hanz neue Möglichkeiten zur Verfügung."
Vier Auftrite standen am Wochenende der Halle am Doyenweg auf dem Programm , über 90 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 19 Jahren zeigten
ihr Können. Bei 18 Stücken pro Auftritt war Abwechslung garantiert. Viele Nachwuchsartisten sind dem Zirkus seit Jahren treu. So wie Tim Werntze, 14 Jahre alt und seit
fünf Jahren dabei: Auf meine heutigen Stücke habe ich mich knapp sechs Monate vorbereitet. Es macht mir sehr viel Spaß. Und es ist abwechslungsreich:
Heute spiele ich einen Fakir, zeige Leiterakrobatik und Ringzauberei."
Ohne die vielen ehrenamtlichen Helerinnen wären die Auftritte nicht möglich. Stefanie Werntze und Ronya Stücker sind vom Zirkus begeistert
und freuen sich, dass sie helfen können: "Uns reizt das gemeinsame Ziel mit den Kindern: Der große Auftritt auf einer Bühne vor vielen Zuschauern.
Darauf arbeiten wir gerne hin. Jede Altersklasse hat ihren eigenen Charme und zeigt andere Highlights."
So traten viele Zuschauer den Heimweg mit breitem und zufriedenem Lächeln an. Jetzt heißt es, bis zum nächsten Jahr warten: "2009 steht wieder das
Zirkusfestival auf dem Petrikirchplatz an", so Elke Schmücker. "Dort sehen wir uns mit Sicherheit wieder."
Feuer und Flamme für den Kinderzirkus war diese Artistin. |
Soester Anzeiger- 21.04.2008- dpz- Fotos: Zwadlo